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Forfaitierung

Als Forfaitierung bezeichnet man den regresslosen Ankauf von Exportforderungen durch eine Bank oder ein Spezialinstitut.

Die Forfaitierung wird vorrangig als attraktives Absicherungs- und Finanzierungsinstrument für kurz- und mittelfristige Zahlungsziele genutzt.

Der Exporteur kann seine Forderungen an die Bank verkaufen, sobald er entsprechende Lieferungen ins Ausland durchgeführt und/oder Leistungen im Ausland erbracht hat.

Die Landesbank Berlin forfaitiert Forderungen, abgesichert durch erstklassige Banken, aus Solawechseln und gezogenen Wechseln, aus Nachsicht-Akkreditiven sowie Buchforderungen mit und ohne Bankgarantien. Von der Bonität des Schuldners und des Schuldnerlandes hängt es ab, ob als zusätzliche Sicherheit die Ausfuhrdeckung eines Exportkreditversicherers erforderlich ist.

Die Forfaitierung bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • Exporteure können ihrem Abnehmer einerseits ein längerfristiges Zahlungsziel gewähren, verfügen andererseits aber sofort über Liquidität.

  • Der Lieferantenkredit wird in einen Barverkauf umgewandelt und entlastet die Bilanz.

  • Das Länder- und das Kreditrisiko (pol. und wirtschaftl. Risiko) werden von der Landesbank Berlin übernommen.

  • Es gelten Festzinssätze über den gesamten Forderungszeitraum.

  • Die Überwachung der Forderungseingänge übernimmt die Landesbank Berlin.

Um Exporteuren eine feste Kalkulationsgrundlage für die Angebotsgestaltung zu ermöglichen, kann die Landesbank Berlin frühzeitig indikative oder verbindliche Berechnungen der zu erwartenden Forfaitierungskosten erstellen. Man kann sie als Käuferzinsen in den Auftragswert einstellen, wodurch sich die Forfaitierung für den Exporteur annähernd kostenneutral darstellen lässt.

 

Grafik einer Forfaitierung von Solawechseln

Grafik einer Forfaitierung von Nachsicht-Akkreditiven